Zwischen Ansatz und Anliegen

Über mich: Eine kurze Vorstellung

Mein Name ist Lia Ophée - du kannst mich Lia oder Frau O nennen. Wenn ich Menschen, beispielsweise in beratenden Situationen, auf Augenhöhe begegne, mag ich das "Du" eigentlich lieber als das "Sie". Ich habe die Erfahrung gemacht, dass auch in beruflichem, gerade beratendem Kontext eine freundschaftliche Basis gewinnbringend sein kann.
 

Ich bin eigentlich studierte Pädagogin, lebe aber seit einigen Jahren von der Aufklärungsarbeit im Bereich "Missbrauchsprävention und Einstieg in Alternative Sexualität/BDSM". Gerade die Arbeit mit unerfahrenen, aber in diese Richtung neugierigen Menschen ist zu einer Herzensangelegenheit für mich geworden. In den letzten Jahren habe ich Bücher zum Thema geschrieben und seit 2019 gebe ich Workshops. Derzeit befinde ich mich in der Aus- und Weiterbildung zur Sexualtherapeutin, um beide Bereiche (allgemeine Sexualwissenschaft und Randbereiche der menschlichen Sexualität) optimal verbinden zu können. Besonderes Augenmerk liegt für mich hier auf Ansätzen wie dem Sexocorporel oder der systemischen Sexualtherapie. 

Leidenschaft & Erfahrung: BDSM

​Ich bin seit vielen Jahren aktiver und mitgestaltender Teil der deutschen BDSM Szene und praktiziere, erlebe und begreife BDSM auch privat schon seit vielen Jahren als Teil meiner Sexualität. Ich habe zudem einige Jahre Erfahrung in der Arbeit in diesem Bereich, habe über die Jahre zahlreiche Workshops und Seminare besucht und leite seit 2019 eigene Workshops - meine Kernthemen sind "Einstieg in die Welt des BDSM", "Missbrauchsprävention" und "Eigene Unsicherheit und sexuelle Dominanz vereinen".

Mein Ansatz ist grundlegend die führend-beratende Arbeit im Bereich Sexualität mit Schwerpunkt auf unkonventionellen sexuellen Neigungen. Das bedeutet, es ist mein Anliegen, gerade sexuelle Randbereiche wie Fetische, BDSM und Kinks aus der Dunkelheit zu holen und ganz offen, transparent und wertschätzend mit ihnen umzugehen, sie als Teil unserer Sexualität zu begreifen, zu integrieren und lieben zu lernen sowie ihr therapeutisches Potential zu nutzen.

Sexualwissenschaftlicher Hintergrund: Therapeutische Sexualberatung

Derzeit befinde ich mich in der Ausbildung zur Sexualtherapeutin. Sexualberatung ist schon länger mein Schwerpunkt. Besonders angetan hat es mir die Vorstellung, doch noch eine akademische Laufbahn einzuschlagen und zu promovieren, aber auch der Sexocorporel ist eine Richtung, die ich gern weiter vertiefen würde. Meine letzte Prüfung habe ich nach der Fortbildung "Klinische Sexologie & Sexocorporel" abgelegt, bis September 2022 dauert dann die Ausbildung Sexualtherapie und auch anschließend wird es nicht langweilig. Beschreibungen all dieser Richtungen, was genau wo gelernt wird, wie solche Ausbildungen und Studiengänge ablaufen, und einiges mehr berichte ich in meinem monatlichen Newsletter

Überzeugung: Das therapeutische Potential von BDSM auch für nicht-SMler

BDSM ist am Ende des Tages ein Rollenspiel, das auf der Vorstellung von sexuellem Geführt-Werden und sexueller Führung (also der Idee eines Machtgefälles) beruht. In meiner Arbeit mit Menschen, die mit sexuellen Schwierigkeiten zu mir kommen, habe ich nicht selten erlebt, dass gerade durch den „spielerischen“, eigentlich imaginierten Effekt einer nicht realen Situation die Problemlösung oft deutlich entspannter, teilweise schneller und oft mit mehr Freude und Leichtigkeit erreicht werden kann als bei herkömmlichen Ansätzen.

 

Aus meiner persönlichen Erfahrungen ziehe ich die tiefe Überzeugung, dass einzelne BDSM Aspekte nicht nur für „kinky“ Menschen (Menschen mit Interesse an unkonventioneller Sexualität), sondern generell für alle Menschen mit sexuellen Fragestellungen interessant sowie für jene mit sexuellen Problemen therapeutisch sein können.

Es gibt unterschiedlichste sexualtherapeutische Ansätze, die ich teilweise sehr schätze und von denen meine Arbeit grundlegend profitiert. Doch auch hier fehlen heutzutage noch immer die ausführliche Beschäftigung mit unkonventionellen Neigungen, Fantasien und Fetischen als Teil der Sexualität vieler Menschen.

Und genau hier, an dieser Schnittstelle liegt mein Ansatz: Ich möchte die neuesten, ganzheitlichen, körperorientierten, sexualtherapeutischen Ansätze mit meiner bisherigen Arbeit - beratend und führend - verbinden und so nicht auch, sondern ganz besonders für Menschen da sein, die Neugier, Interesse oder eine gefestigte Neigung in Richtung einer alternativen Sexualität verspüren, aber sich an irgendeinem Abschnitt auf ihrem Weg eine Handreichung oder Hilfe bei der Lösungssuche wünschen.

Ergänzung & Verbindung: Mein Ansatz