Wie schaffe ich den richtigen Rahmen für eine Session?

Bevor ich diese Frage beantworte, möchte ich ein paar allgemeine Worte zu dieser Frage loswerden. Zuerst: Was verstehe ich überhaupt unter dem abstrakten Begriff „Rahmen“ in diesen Zusammenhang? Warum ist es überhaupt so wichtig, den richtigen (oder überhaupt einen) Rahmen zu schaffen? Und weiter: Ist das vor jeder Session ein so umfangreiches Thema und heißt das im Umkehrschluss, dass man nie spontan spielen kann?


Unter „Rahmen“ verstehe ich hier, die Grundvoraussetzungen für eine gelungene Session (eine gelungene Session hängt in meinen Augen übrigens nicht von einem Orgasmus ab, sondern kann alles mögliche bedeuten. Meine persönliche Faustregel: Nach einer Session sollte es allen Beteiligten noch ein wenig besser gehen als vor der Session). Grundvoraussetzungen hierfür sind u.a. gut geführte Absprachen, kommunizierte Schwierigkeiten, eine vertrauensvolle Basis, abgesteckte Grenzen aller Beteiligten, das technische Knowhow für das, was ich vorhabe, die nötigen Utensilien und eine angemessene tatsächliche Situation, also beispielsweise Raum und Zeit.


Wichtig, den richtigen Rahmen zu schaffen, ist es in erster Linie, weil ihr in einer Femdom-Session diejenige seid, die führt. Ihr seid diejenige, die tendenziell entscheidet, was wann gemacht wird. Das ist ein Privileg, das oft schon die Hälfte des Kicks ausmacht, wenn man dominant veranlagt ist, aber Privilegien gehen eben mit Verantwortung einher. Wenn ich also entscheide, dass ich heute meine sadistische Seite ausleben möchte und mit Spanking starten und mit CBT enden möchte, dann muss ich auch gewährleisten, dass der richtige Rahmen dafür geschaffen ist, dass beide sich gut dabei fühlen können. In erster Linie gilt diese Verantwortung dem Menschen, der mir für die Dauer des Spiels vertrauensvoll die Kontrolle in die Hände legt. Dieses Vertrauen gilt es, sich u.a. mit einem verantwortungsbewussten Umgang mit der Sache zu verdienen. Gleichzeitig (und das ist für das Thema „eigene Unsicherheit“ essentiell) tragt ihr diese Verantwortung auch euch selbst gegenüber: Zum einen ist es gerade am Anfang wichtig, positive Erfahrungen zu sammeln und zu vermeiden, dass irgendetwas schief geht. Nicht nur euer Gegenüber, sondern auch euer eigenes Selbstvertrauen wird eine Weile daran zu knabbern haben, wenn ihr gleich in eurer ersten Session einen vermeidbaren groben Fehler macht. Deshalb am Anfang lieber etwas zu vorsichtig sein als zu wenig - im Sinne aller Beteiligten. Und zum anderen habt ihr in euren ersten Sessions, während eurer ersten Erfahrungen schon genug damit zu tun, euch in der Dominanz, in der Rolle selbst zurecht zu finden - schafft euch also überall da Sicherheit, wo ihr das konkret tun könnt. Je mehr ihr abgesichert habt, desto weniger Unsicherheit spürt ihr während der Session.


Und in diesen letzten Zeilen lag nun auch schon die Antwort auf die Frage, ob man zukünftig vor jeder Session so viel Absicherung, so viele Gedanken benötigt: Natürlich nicht! Sobald ihr eine gewisse Routine habt, sind auch spontane, leichte, flexible und aus dem Moment entstehende Spiele möglich, ohne sie vorher einmal von links nach rechts durchdacht zu haben. Aber um an diesen Punkt zu kommen, ist es wichtig, gerade am Anfang gute, abgesicherte Erfahrungen zu machen und sich möglichst sicher zu fühlen - und das schafft ihr unter anderem, indem ihr ganz bewusst damit umgeht, wie ihr einen angemessen Rahmen für euch beide schafft.


Kommen wir also zu der eigentlichen Frage: Wie schaffe ich nun diesen Rahmen? Während meiner ersten Schritte in die Femdom-Welt habe ich mir eine Methode zurecht gelegt, die sich für mich bewährt hat und durch die ich mit der Zeit zu mehr und mehr Sicherheit in Sachen Session-Vorbereitung gefunden habe. Grundlage dieser Methode ist das alt bekannte „vom Allgemeinen ins Detail“-Prinzip. Man schafft erst den äußeren, ungefähren Rahmen und arbeitet sich ins Detail vor. Konkret bedeutet das Folgendes:

Zuerst definiert ihr den allgemeinen Rahmen in Sachen „Grenzen der Beteiligten“, der immer der kleinste gemeinsame Nenner ist:

Innerhalb einer klassischen BDSM-Session, an der zwei Menschen beteiligt sind, gibt es immer einen weiter gefassten und einen enger gefassten Rahmen. Der weiter gefasste Rahmen beinhaltet die Grenzen desjenigen, der mehr Erfahrung hat und/oder sich mehr zutraut, extremere Kinks hat und im Allgemeinen weiter zu gehen bereit ist. Der enger gefasste Rahmen ist der desjenigen, dessen Grenzen enger gefasst sind, der weniger Erfahrung hat oder sich nicht so viel auf einmal zutraut. Im Allgemeinen gilt: Eine Grenze liegt dort, wo eine Praktik nicht oder nur bedingt infrage kommt. Der Grund hierfür ist völlig egal: Ob diese Praktik nicht infrage kommt, weil Sub sich damit nicht wohl fühlt oder weil Dom sie technisch nicht ausführen kann, ist zweitrangig. Wenn einer von beiden hier eine Grenze ziehen muss oder möchte, ist das der enger gefasste Rahmen. Die offensichtliche Grundregel also ist: Eine Session wird innerhalb des enger gefassten Rahmens geplant und durchgeführt. Es kann also sein, dass ihr als dominanter Part ein immenses Spektrum an Praktiken und Techniken, viel Erfahrung und breit gefächerte Kinks habt - wenn euer submissives Gegenüber ein Anfänger ist, wird höchstwahrscheinlich er den engeren Rahmen haben und ihn damit auch vorgeben. Umgekehrt kann es sein, dass ihr einen Sub vor euch habt, der viel Erfahrung hat und für (fast) alle Schandtaten bereit ist, während ihr noch am Anfang steht und nur wenige Techniken mit Sicherheit ausführen könnt. In diesem Fall seid ihr diejenige, die den Rahmen vorgibt, denn: Immer der engere Rahmen ist der, an den sich gehalten wird, wenn man gewährleisten will, dass keine Grenzen überschritten werden.

Wenn ihr als dominanter Part also in der Verantwortung seid zu führen, die Session zu planen, euch zu überlegen, was als nächstes gemacht werden soll oder was heute Abend geschieht, dann habt als erstes die allgemeinste Frage im Kopf:

Wer gibt den Rahmen vor und wo genau liegen die, bisweilen sehr feinen, Grenzlinien dieses Rahmens?

PROTIPP: Aus Erfahrung kann ich sagen, dass je intensiver, je detaillierter, je offener man sich über diesen Rahmen ausgetauscht hat und je sicherer man sich als dominanter Part sein kann, keine Grenze zu überschreiten, weil man sie vielleicht nur ungenau abgesteckt hat, desto sicherer fühlt man sich während der Session und desto mehr Spaß haben dann am Ende alle Beteiligten. Mehr Wissenswertes dazu in entsprechenden Kapiteln zu den Themen Vorgespräch, Kommunikation und Grenzen abstecken.


Wenn ihr also herausgefunden habt, wessen Rahmen der engere, verbindliche ist und was man innerhalb dieses Rahmens alles machen kann oder könnte, stellt ihr euch die nächste Frage: Worauf davon habe ich (heute) Lust? Immerhin muss man bei weitem nicht alles, was man machen könnte, auch tatsächlich tun. Manchmal hängt es von persönlichen Vorlieben ab, manchmal auch von der Tagesform.


EXKURS: Sich als Frau überlegen zu dürfen, was man will, worauf man Lust hat, und sich das innerhalb dieses Rahmens einfach zu nehmen, ist ein Kern von Femdom, der (zumindest ging es mir so) viel Übung braucht. Es liegt in der Verantwortung eures Gegenübers, euch klar und ehrlich zu kommunizieren, was für ihn geht, was nicht, und worauf er Lust hat oder was er vielleicht auch machen würde, obwohl er keine große Lust dazu hat. Eure Verantwortung ist es, sich grundsätzlich an diesen Rahmen, seine Grenzen zu halten und achtsam mit ihnen und ihm umzugehen. Wenn wir aber nun davon ausgehen, dass ihr seine Grenzen und Vorlieben im Blick habt, liegt es an euch, eine Session so zu gestalten, dass er so viel Spaß hat, wie IHR es möchtet und dass wiederum IHR so viel Spaß habt, wie ihr eben gern hättet! Meine persönliche Vorliebe ist eine Femdom-Beziehung, in der beide regelmäßig auf ihre Kosten kommen, aber das beinhaltet eben auch Sessions, in denen ich erst eine Fußmassage bekomme, ihn dann quälen darf und er mich abschließend, einen Käfig tragend, bis zum Orgasmus leckt. Gewöhnt euch gerade während der Vorbereitung auf eine Session, während der Frage, was ihr denn heute Abend so vorhabt, an einen Kurswechsel: Die Fragen „Was will er?“ oder „Wie bereite ich ihm möglichst große Lust?“ sind nicht das Leitmotiv, sondern vielmehr die Frage: „Worauf habe ICH heute Lust?“

Das Spannende an der Sache ist nämlich, dass die meisten submissiven Männer es spüren, wenn Frau sich ihren Spaß nimmt, wenn sie Lust empfindet, wenn sie exakt das macht, was IHR gerade Spaß bereitet, und wenn er derjenige ist, durch den das geschieht. Er hat mich Jahre gekostet, dieses Prinzip wirklich zu glauben, zu verinnerlichen. Aber seit das der Fall ist, habe nicht nur ich, sondern auch mein Gegenüber zuverlässig viel Spaß.

Wenn ihr also den allgemeinen Rahmen, also den kleinsten gemeinsamen Nenner aus euren beiden Grenzen abgesteckt habt und euch innerhalb dieses allgemeinen Rahmen überlegt habt, worauf davon ihr Lust habt, dann stellt sich ganz automatisch die nächste Frage:


Was davon kann ich?

Unterschätzt diese Frage nicht. Auch bei Praktiken oder Techniken, für die man keine besondere Fähigkeit zu benötigen scheint, ist diese Frage relevant. Und wenn es auch nur darum geht, Zeiten richtig einschätzen zu können. Als Beispiel: Tease and Denial (im Kern schlicht der Wechsel zwischen Stimulation und Nicht-Stimulation, bis er mehrfach kurz vor dem Höhepunkt ist, nur um dann doch wieder aufzuhören) zum Beispiel erfordert in der grundlegenden Ausführen keine besonderen Kenntnisse: Man stimuliert einen Penis so lange, bis er kurz vor dem Höhepunkt ist, und hört dann auf. Wenn man damit spielen möchte, wiederholt man es einfach, solange man möchte. Macht man es allerdings zum ersten Mal oder bei jemandem, den man noch nicht kennt oder hat keine Erfahrung damit, Körperreaktionen einzuschätzen, dann kann schon das zu einer kleinen Herausforderung werden: Manche Männer sind in der Session (vielleicht ist es die erste?) aufgeregt und kommen schon nach wenigen Augenblicken, manche geben vorher keinen Laut von sich und man hat keine Chance, es vorher zu bemerken. Andere haben Schwierigkeiten mit der Erektion, meist auch aufgrund der Nervosität. Was bleibt in einer Session, in der man sich für zwanzig Minuten ein Tease and Denial Spiel, also „reizen und verweigern“ vorgenommen hat, wenn es nichts zu „verweigern“ gibt, weil er nicht hart wird?

Ein weiteres Beispiel: Ihn in Ledermanschetten mit den Armen nach oben ans Bett oder eine Tür fixieren, schient ebenfalls für den Anfang eine einfache, wenig komplexe und effektive Methode zu sein, um jemandem ein erstes Gefühl von „ausgeliefert sein“ zu vermitteln. Aber was, wenn ihr die Zeit vergesst und er Schwierigkeiten mit dem Kreislauf bekommt, weil er die Arme so lange oben hat und das Adrenalin seinen Tribut fordert? Oder ihm die Arme einschlafen und die Hände kribbeln, weil er zu lange oder in einer unbequemen Haltung auf dem Bett lag?


Versteht mich nicht falsch: Nichts liegt mir ferner als Anfängern Angst zu machen - im Gegenteil, ich möchte Anfängern und Einsteigern die Angst mit diesen Zeilen nehmen! Aber erfahrungsgemäß (und da meine ich die unterschiedlichsten Bereiche auch unabhängig von BDSM!) lassen Angst und Unsicherheit erst dann nach, wenn die eigene Sicherheit schwerer wiegt als die Unsicherheit, und damit die Waagschale kippt. Und diese Sicherheit, die eigene Souveränität wird einerseits gesteigert und gefestigt durch positive Erfahrungen und Routine. Und anderseits werden Angst und Unsicherheit nur unnötig gefüttert, wenn man gleich am Anfang vermeidbare Fehler macht und etwas schief geht. Denn häufig (und diese Erfahrung teilen sicher viele von euch mit mir) reicht es schon, wenn eine banale Kleinigkeit schief geht, über die man eigentlich lachen könnte, um die eigene Unsicherheit zu manifestieren, statt abzubauen.

Ich möchte mit diesen Zeilen (vielleicht sind es gut gemeinte Warnungen?) keine Angst vor der Sache schüren, sondern im Gegenteil zu Mut auffordern, gepaart mit einem aufmerksamen und wachen Verstand, der sich nicht zu viel vornimmt. Lieber geht man die ersten zehn Schritte etwas langsamer als nötig, ohne in Straucheln zu geraten und findet dann Spaß am Weg und kann die Aussicht genießen - als beim zweiten Schritt zu stolpern und so unglücklich zu stürzen, dass man den Rest des Weges nur noch auf den Boden starrt.


HINWEIS: Falls ihr euch jetzt fragt, was denn übrig bleibt, weil ihr noch ganz am Anfang steht und im Grunde noch gar nichts wirklich könnt, kann ich euch beruhigen: Für eine Femodm-Session, gerade für die ersten, um sich überhaupt mit der Rolle anzufreunden, ist es mitnichten nötig, besondere Techniken zu beherrschen oder ein komplexes Rollenspiel vorzubereiten. Um euch mit der Rolle der Dominanz vertraut zu machen und Routine zu finden, genügt es, ihm Anweisungen zu geben, euch massieren zu lassen, ihn vor euch knien zu lassen, ihn unangenehme Fantasien erzählen zu lassen oder ihn ein wenig mit der Hand auf dem Hintern zu bearbeiten. Es gibt unzählige Varianten und Spielarten, mit denen man ein Machtgefälle aufbauen kann. Mehr dazu in den entsprechenden Kapiteln.

Ihr habt also den äußeren Rahmen (Grenzen der Beteiligten) und den inneren Rahmen (Worauf habe ich Lust?) abgesteckt und unter diesen Dingen ein paar herausgefiltert, die ihr noch nicht sicher beherrscht, die ihr noch nicht gut könnt, für die euch Wissen fehlt oder für die ihr erst noch ein wenig lesen oder einen Workshop besuchen solltet. Übrig bleibt eine Liste von Dingen, die ihr sicher ausführen könnt und auf die ihr Lust habt und vielleicht ein oder zwei neue oder herausfordernde Praktiken (nur eben nicht zu viele auf einmal), sodass ihr euch die Session in eurem Kopf ungefähr vorstellen könnt und vielleicht sogar (wenn ihr Planung und Ordnung mögt) einen ersten Ablauf verinnerlicht habt.

An dieser Stelle folgen die letzten Detailfragen:

Habe ich alle benötigten Utensilien?

Offensichtlich geht hier in erster Linie um die Frage, ob ihr alle Utensilien habt, die ihr für bestimmte Praktiken benötigt - aber nicht nur. Habt ihr Seile oder Manschetten, falls ihr fixieren möchtet? Ist der Vibrator geladen, für euch oder für ihn? Liegt der Dildo bereit, mit dem ihr euch selbst befriedigen wollt, während ihr ihm erzählt, dass er das lange nicht so gut könnte? Habt ihr die Klammern vorbereitet oder die Gerte bereit liegen?

Aber nicht nur die offensichtlichen Utensilien wollen vorbereitet sein, sondern auch alles drumherum: Ist der Raum soweit abgedunkelt, wie ihr es haben wollt? Liegen Decken bereit oder Unterlagen, falls es nass oder kalt wird? Habt ihr an etwas zu trinken gedacht oder einen Schokoriegel für den Kreislauf? Sind die Handys ausgeschaltet und das Telefon stumm? Habt ihr eurem Sub vorab alle Ansagen gemacht, die ihr ihm machen wolltet? Soll er sich vorbereiten? Etwas bestimmtes anziehen, etwas mitbringen oder einen Plug tragen? Sollte er noch ein Öl für die perfekte Massage besorgen und vielleicht wären auch Handtücher oder eine Rolle Küchenpapier für eventuelle Sauereien nicht schlecht…


All das und etliches mehr sind Stellschrauben, an denen ihr drehen könnt. Aus Erfahrung kann ich sagen: Bei fast jeder Session fällt euch mindestens eine Sache auf, die ihr bei der nächsten anders oder noch besser machen könntet. Wenn ihr der Typ dafür seid, dann schreibt euch Listen mit Ideen oder Gedanken dazu.


Abschließend folgt eine letzte Frage, die ich mir gern - auch heute noch - stelle: Was könnte schief gehen und was mache ich dann? Zu der Frage, was schief gehen kann und was ihr dann machen könnt, folgt ein entsprechendes Kapitel. Aber ich möchte an dieser Stelle schon darauf hinweisen, dass hier ein gesunder Mittelweg sinnvoll sein kann: Denkt euch nicht alle möglichen Szenarien aus, weshalb etwas nicht funktionieren könnte, was er vielleicht denken wird, ob ihr das überhaupt könnt oder was passiert, wenn ihr zwischendurch nicht weiter wisst. Sich zu sehr mit Unsicherheiten zu beschäftigen, schürt sie oft nur. Was sie hingegen beruhigt, ist sich kurz, prägnant und zusammenfassend zu überlegen, was konkret (und realistisch) schief gehen könnte und wie ihr damit umgehen würdet. Eine Notlösung parat zu haben, erzeugt innere Sicherheit. Dazu gehören Fragen wie: Was, wenn er beim Tease and Denial nicht hart wird? (Eine Lösung wäre, auf eine andere Spielart auszuweichen.) Was, wenn er schon zu Beginn kommt? (Eine Lösung wäre, anschließend für eine halbe Stunde eine Fußmassage anzuordnen, bis er wieder kann.) Auch hierzu folgt noch ein entsprechendes Kapitel mit Notlösungen und Strategien für potenzielle „Was, wenn…?“ - Situationen.


Wir fassen also zusammen:


Zuerst klärt ihr den äußeren Rahmen, in dem alles stattfindet - dieser Rahmen richtet sich immer nach den Grenzen desjenigen, der sie für sich enger fasst. Innerhalb dieses Rahmen stellt ihr euch die Fragen: Worauf davon habe ich Lust und was davon kann ich? Wenn ihr Lust auf etwas habt, das ihr noch nicht könnt, dann lest euch ein oder besucht Workshops. Nehmt euch immer nur eine neue Sache pro Session vor. Startet zu Beginn nicht mit großen Herausforderungen, sondern eher mit dem Gefühl für die Rolle und das Machtgefälle selbst (dazu einige Ideen im entsprechenden Kapitel). Haltet euch vor Augen, dass ihr die Verantwortung habt, achtsam mit eurem Gegenüber umzugehen, euch dafür aber auch ab und an einfach nur das nehmen könnt, worauf ihr gerade Lust habt, und dass am Ende beide davon profitieren. Wichtig ist, im Hinterkopf zu behalten, dass auch bei vermeintlich einfachen Praktiken etwas Unvorhergesehenes passieren kann - nehmt euch also zu Beginn nicht zu viel Neues vor und sorgt dafür, dass ihr positive Erfahrungen macht, weil sie Selbstvertrauen und Souveränität festigen. Utensilien sollten bereit liegen, um während der Session Ärger zu vermeiden - im Zweifel eine Liste für dieses und auch nächstes Mal schreiben.


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