Beratungsangebot

Ablauf und Inhalt

Die Sitzungen, die ich anbiete, sind meist reine Gesprächssitzungen, können aber auch begleitet sein von Körperübungen oder interaktiven Elementen - zum Beispiel Anleitungen für Beckenbodentraining, einzelnen Techniken, o.Ä.

Inhaltlich sind bei mir alle Fragen rund um Sexualität willkommen. Spezialisiert arbeite ich mit Menschen, die eine Vorliebe für Alternative Sexualität/BDSM verspüren oder ihre Sexualität als "nicht innerhalb der Norm" begreifen. 

Mit welchen Fragestellungen Menschen schon zu mir kamen, findest du HIER

Ort und Zeit

Gesprächstermine vor Ort finden in der Regel in meiner Praxis in Dresden statt. Bei Bedarf sind aber auch Telefonate oder Online Sitzungen via Zoom möglich. Wichtig ist, dass wir einen Weg finden, der sich für dich gut anfühlt. Frag einfach nach - für gewöhnlich findet sich immer eine Lösung.

Es kann sein, dass du mit einer Wartezeit von ein bis zwei Wochen rechnen musst, allerdings kann es auch vorkommen, dass spontaner ein freier Termin verfügbar ist. Hier gilt: Einfach nachfragen! 

Preise & Konditionen

Einzelsitzung (50min)                90,-

Paarsitzung (60min)                120,-

Paarsitzung (90min)                140,-

Vorgespräch

(Paar oder Einzel) (45min)          60,-

Anleitung Penisbondage
Einzel oder Paar (120min)         220,-

(inklusive ein spezielles Penisbondage-Seil sowie eine schriftliche Anleitung zu unterschiedlichen Schnürungen zum Mitnehmen)

Wer finanziell stark eingeschränkt ist oder noch studiert/in Ausbildung ist, kann mir gern schreiben - wir finden immer eine Lösung.

Hinweis:

Ich bin keine Psychotherapeutin. Meine Ansätze beinhalten therapeutische Methoden (beispielsweise aus der systemischen Sexualtherapie oder dem Sexocorporel), sind aber keine Psychotherapie.

 

 

Geführte Sexualität

„Geführte Sexualität“ nenne ich den Ansatz, bei dem ich beratend tätig bin und eine richtungsweisende Position einnehme. „Richtungsweisend“ meine ich hier im eigentlichen Wortsinne: Ich weise eine oder auch mehrere Richtung - ob du sie gehst, liegt ganz bei dir. Ich möchte neue, vor allem unkonventionelle Wege in Sachen Sexualität aufzeigen und bewusst machen, dass  es gerade in diesem Bereich nichts gibt, was „nicht normal“ ist.

Mein Ansatz ist grundlegend die führend-beratende, oft auch therapeutische Arbeit im Bereich Sexualität mit Schwerpunkt auf unkonventionellen sexuellen Neigungen sowie alternativen Beziehungskonzepten. Das bedeutet, es ist mein Anliegen, gerade sexuelle Randbereiche wie Fetische, BDSM und Kinks oder auch neue, noch wenig verbreitete Konzepte wie poly Beziehungen oder nicht-monogame/offene Beziehungen aus der Dunkelheit zu holen und ganz offen, transparent und wertschätzend mit ihnen umzugehen, sie als Teil unserer Sexualität zu begreifen, zu integrieren und lieben zu lernen sowie ihr therapeutisches Potential zu nutzen.

 

Für wen eignet sich dein Angebot?
Mein Angebot richtet sich an Einzelpersonen und Paare, die mit der eigenen Sexualität Schwierigkeiten haben, Fragen stellen möchten, die sie sonst nirgends stellen können, oder sich in irgendeiner Form mit BDSM befassen und einen erfahrenen Menschen an ihrer Seite möchten, der ihnen den ein oder anderen Gedankenanstoß gibt. Ob es hier am Ende um allgemeine Fragen zur Sexualität geht, um BDSM und die Umsetzung spezieller Fetische oder die Schwelle zwischen beidem und die Frage, wie man vom einen ins andere kommt, spielt keine Rolle. 

 

Wie läuft so etwas ab?

Das ist individuell und hängt von deinen oder euren Bedürfnissen ab. Es kann sein, dass wir nur eine Gesprächssitzung benötigen, um alle Anliegen zu klären. Oder dass wir uns öfter bzw. über eine längere Zeit treffen. Gesprächstermine finden meist vor Ort statt, können aber auch online/telefonisch ablaufen. Wenn wir uns vor Ort treffen, setzen wir uns gemeinsam in einem Raum und... reden. Das war es schon.

Unabhängig von Gesprächsterminen kommen auch andere Varianten infrage: Beispielsweise eignet sich für dich vielleicht einer meiner Workshops gut oder du möchtest sexuelle Führung eher interaktiv erleben? Möchtest du eine praktische Anleitung zum Aufbau einer Session oder einfach nur Handreichungen, Tipps und Hinweise zum Download als Text und Video, um die praktische Erfahrung dann im intimen Kontext selbst umzusetzen? Auch diese Varianten biete ich an.

 

 

Anliegen, Fragen und Probleme

 

Sexualtherapie allgemein

Fragen und Schwierigkeiten, mit denen ich arbeite, sind unter anderem:

  • Erektionsschwierigkeiten

  • Lustlosigkeit (bei Mann und Frau)

  • Orgasmusstörung

  • Frühzeitiger Samenerguss

  • Scham nach dem Orgasmus/ aufgrund sexueller Fantasien

  • Schwierigkeiten mit den Neigungen/Vorliegen des Partners/ der Partnerin

 

Wenn du (oder ihr) eine dieser Fragen oder weitere Anliegen hast, dann melde dich gern unverbindlich und wir überlegen uns eine individuelle, für dich passende Lösung.

Sexualberatung & Coaching allgemein

Ich biete Einzel- und Paarberatung in folgenden Bereichen an:

  • Kommunikation über Sexualität

  • Einstieg in die erotische Dominanz

 

Wenn du (oder ihr) eine dieser Fragen oder weitere Anliegen hast, dann melde dich gern unverbindlich und wir überlegen uns eine individuelle, für dich passende Lösung.

Beispielfragen: Randbereiche

 

Auch Menschen, die ihre Sexualität auf unkonventionelle Art leben, haben Schwierigkeiten und ganz eigene Probleme. Diese Probleme, die teilweise mit hohem Leidensdruck einhergehen, finden in der konventionellen Sexualtherapie häufig keinen Raum.

 

Ich arbeite (u.a.) mit folgenden Themenbereichen:

Findom (Financial Domination)

  • Schwierigkeiten

  • Wunsch nach Ausstieg oder Anpassung

  • Fragen und Vorgehen

  • Unterstützung und Begleitung bei der vernunftbasierten, realitätskompatiblen Umsetzung

Cuckold

  • Schwierigkeiten und Beziehungskonflikte aufgrund der Neigung

  • C1 - C3 Beratung

  • Trennungsbegleitung

  • Hilfe bei Vermittlung/Kommunikation mit dem Partner/der Partnerin
     

Keuschaltung

  • vernunftbasiertes Ausleben der Neigung

  • Anleitungen, Aufklärung und Beratung bei der Umsetzung

  • Hilfe bei Vermittlung/Kommunikation mit dem Partner/der Partnerin

Masochismus/ Sadismus

  • Umgang mit der eigenen erotischen Fantasie/sexuellen Neigung

  • vernunftbasiertes und kossensuelles Ausleben

BDSM - Ein Überblick

BDSM steht entsprechend der Buchstaben für verschiedene Bereiche ein und derselben Sache: 

B – Bondage
D - Disziplin/ Dominanz
S - Submission/ Sadismus

M - Masochismus 

Bondage ist alles, was mit Fesseln bzw. Fixierung zu tun hat. Im Grunde beinhaltet der Begriff alles, was mit Seilen und anderen Materialien zu tun hat und dazu dient, die Bewegungsfreiheit einzuschränken. Es geht hier weniger darum, den Partner mit Handschellen ans Bett zu fesseln (auch wenn die Grenzen hier fließend sind), sondern vielmehr darum, gekonnte und gelernte Fixierungsstechniken anzuwenden. Die meisten davon haben das Ziel, das Gegenüber bewegungsunfähig zu machen – allerdings bietet die Welt des Bondage noch sehr viel mehr: Shibari zum Beispiel ist eine japanische Fesselkunst, die nicht nur dem Zweck der Bewegungseinschränkung dient, sondern auch ästhetische Ziele verfolgt und damit häufig auch als Kunst bezeichnet wird. Bondage kann sexuelle Aspekte beinhalten oder völlig unabhängig von Sexualität stattfinden: Es geht um den Zustand, der einvernehmlich und gewollt hervorgerufen wird durch das vertrauensvolle Fallen-Lassen. 

Disziplin steht sehr allgemein für Bestrafung - also das Prinzip, für (im Kontext des sexuellen Rollenspiels) „schlechtes“ Handeln mit einer (eigentlich) unangenehmen Konsequenz bestraft zu werden. Für viele Menschen ist ein Machtgefälle, eine autoritäre Person, die Strafen vollzieht oder eine sich unterwerfende Person, die sie empfängt, sexuell erregendDiese Fantasie lässt sich im BDSM einvernehmlich und lustvoll ausleben. 

Dominanz/Submission ist ein untrennbares Begriffspaar. Dominanz und Submission (also Unterwerfung) liegen vielen BDSM-Praktiken zugrunde und beinhalten das Thema „Machtgefälle“. Häufig ist es genau dieser Aspekt, durch den man seine Neigung zum ersten Mal erkennt: Der Gedanke bzw. das Bedürfnis oder die Fantasie, jemanden sexuell zu dominieren (Dominanz) oder umgekehrt, sich sexuell einem anderen Menschen zu unterwerfen (Submission). 

Sadismus/Masochismus beinhaltet alles, was mit Schmerz zu tun hat. Der Sadist empfindet sexuelle Erregung beim Zufügen von Schmerz, während der Masochist sexuell erregt wird, wenn er diesen Schmerz empfängt. 

In einer sehr allgemeinen Art und Weise decken diese Begriffe alles ab, was man unter BDSM versteht, und doch gäbe es hier noch unzählige Aspekte zu erwähnen, die sich nicht auf den ersten Blick erkennen lassen. Weiter gefasst gibt es auch die Welt der Kinks und Fetische, in die beispielsweise Menschen gehören, die von gewissen Materialien (Latex, Gummi, Leder) sexuell erregt werden, oder Menschen, die durch unterschiedlichste Körperflüssigkeiten erregt werden. Es gibt nichts, was es nicht gibt - und es gibt nichts, was "nicht normal" ist. 

Die Welt des BDSM ist so bunt und vielfältig wie kaum eine andere – gerade aus diesem Grund halte ich es für wichtig zu begreifen, dass BDSM keine allgemeingültigen Regeln haben kann, die für jeden gelten. Es gibt Masochisten, die mit Bondage nichts anfangen können, genauso wie es Bondage-Künstler gibt, die nicht wissen, wie herum man eine Peitsche hält. Für die einen beginnt BDSM bei Plüschhandschellen im Schlafzimmer, während die anderen am liebsten wöchentliche Striemen und Spuren an ihrem Körper tragen. Der BDSM, den ich vertrete, ist einer, der nicht auf einem dauerhaften möglichst nah an der Realität angelegten Machtgefälle orientiert ist. Ein BDSM, bei dem alle Beteiligten Verantwortung für ihre eigene Lust und ihre eigenen Bedürfnisse übernehmen. Ein individueller BDSM, der bei jedem Menschen seine eigenen Regeln schreibt, die sich lediglich an einer einzigen Frage orientieren:

 

 

Was fühlt sich langfristig für alle Beteiligten lustvoll und gut an?

 

BDSM ist für manche eine Lebensart, für andere eine Form der Sexualität. Wie er ausgelebt wird, liegt schlussendlich bei jedem selbst. Die meisten Menschen wachsen in einem gewissen moralischen Verständnis auf, welches beispielsweise Maximen vertritt wie „Gewalt sollte vermieden werden“, oder „Man(n) schlägt Frauen nicht“ oder auch „sei gut zu anderen, beleidige niemanden – behandle andere, wie du selbst behandelt werden willst“. Wie auch immer diese persönlichen moralischen Grundsätze geartet sind: Wer sich näher mit BDSM beschäftigt, wird sie infrage stellen. Nicht selten ist das ein großes Thema für Einsteiger oder Menschen, die sexuelle Gewaltfantasien bei sich bemerken: Die Frage "Was stimmt mit mir nicht?" oder "was sagt das über mich?"

 

Wer über eine längere Zeit hinweg ernsthafte Schwierigkeiten damit hat, sich mit seiner Neigung anzufreunden und das Gefühl hat, sie schadet ihm oder ihr, sagt etwas über die eigene Vergangenheit aus oder er oder sie möchte sie sogar loswerden, der ist bei mir herzlich willkommen. Wichtig ist mir an dieser Stelle zu sagen, dass ich zwar mit Menschen mit unkonventionellen sexuellen Neigungen arbeite, aber deshalb mein Ansatz nicht ist, alle Menschen an BDSM heranzuführen. Genau das ist der Punkt: 

Am Ende geht es darum, herauszufinden, was für dich als Einzelperson, als Individuum, lustvoll und gewinnbringend ist, wie man negative Glaubenssätze auflöst, den eigenen Körper als erotisch wahrnimmt und die eigene Sexualität als eine lustbringende empfinden kann. Ob BDSM am Ende zu diesem Weg gehört oder nicht, ist dabei zweitrangig.